FLORIAN WAGNER

fact / heisl

Ausbildung /

2018—2019
MeisterInnenschule für Kommunikationsdesign
Höhere Graphische Bundes-, Lehr- und Versuchsanstalt
Wien XIV

2017—2018
Zivildienst
Wiener Kinderfreunde
Veranstaltungsmanagement, Spielbus

2012—2017
Höhere Lehranstalt für Grafik- und Kommunikationsdesign
Höhere Graphische Bundes-, Lehr- und Versuchsanstalt
Wien XIV

Nach einem Jahr Pause durch den Zivildienst ist es schön wieder an der Graphischen zu sein. Meine großen Interessen – die Buch- und Schriftgestaltung und die Malerei – konnten in diesem Jahr ausgelebt werden. Nach zwei gestalteten Schriften und zwei produzierten Katalogen bin ich zwar wieder weniger frisch, aber glücklicher als am Anfang des Schuljahres.

Außerdem warne ich vor, die Schule wird mich so leicht nicht los. Zumindest in Dako werde ich weiterhin dabei sein.

Design ist etwas, das mich stundenlang fesseln kann und ich bei der Arbeit nicht merke, dass bereits zwölf Stunden vergangen sind. Das ist für mich die Bestätigung, dass ich die richtige Branche gewählt habe. Ich bin fasziniert von Print Medien, weshalb diese auch meine Stärke sind und ich meinen Fokus vor allem darauf gelegt habe. Jedoch habe ich in den letzten Jahren auch meine Faszination zu Webdesign und vor allem Visual Identities gefunden. Aus einem leeren Dokument ein konzeptuell stimmiges und spannendes Designprojekt zu entwickeln, ist für mich ein Erfolgserlebnis und motiviert mich immer wieder neue, komplexe Projekte aufzunehmen und zu gestalten.

Design ist etwas, das mich stundenlang fesseln kann und ich bei der Arbeit nicht merke, dass bereits zwölf Stunden vergangen sind. Das ist für mich die Bestätigung, dass ich die richtige Branche gewählt habe. Ich bin fasziniert von Print Medien, weshalb diese auch meine Stärke sind und ich meinen Fokus vor allem darauf gelegt habe. Jedoch habe ich in den letzten Jahren auch meine Faszination zu Webdesign und vor allem Visual Identities gefunden. Aus einem leeren Dokument ein konzeptuell stimmiges und spannendes Designprojekt zu entwickeln, ist für mich ein Erfolgserlebnis und motiviert mich immer wieder neue, komplexe Projekte aufzunehmen und zu gestalten.

Design ist etwas, das mich stundenlang fesseln kann und ich bei der Arbeit nicht merke, dass bereits zwölf Stunden vergangen sind. Das ist für mich die Bestätigung, dass ich die richtige Branche gewählt habe. Ich bin fasziniert von Print Medien, weshalb diese auch meine Stärke sind und ich meinen Fokus vor allem darauf gelegt habe. Jedoch habe ich in den letzten Jahren auch meine Faszination zu Webdesign und vor allem Visual Identities gefunden. Aus einem leeren Dokument ein konzeptuell stimmiges und spannendes Designprojekt zu entwickeln, ist für mich ein Erfolgserlebnis und motiviert mich immer wieder neue, komplexe Projekte aufzunehmen und zu gestalten.

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DIE BAUM /

DIPLOMARBEIT — SCHRIFTGESTALTUNG //
EIN ENTWURF ZUR EMANZIPATION VON DER BREITFEDER-HANDSCHRIFT

›Die Breitfeder ist obsolet, der Baum ist ubiquitär‹

 Nahezu alle mengensatztauglichen Schriften, die heute zur Verfügung stehen, bauen auf einer circa 500-jährigen Geschichte auf. Diese Druckschriften leiten ihre Formensprache von handgeschriebenen Texten mit der Breit- oder Spitzfeder ab. Das ist auch gut so, denn der dabei entstehende rhythmische Kontrast fördert die Lesbarkeit. Es werden also Schriften aus dem 16. Jahrhundert verwendet (reproduziert oder neuinterpretiert). Gibt es keine Alternativen dazu?

Diese Arbeit fokussiert einen neuen gestalterischen Ansatz. Das Konstruktionsprinzip von Bäumen bildet die Grundlage für die Formensprache der Schrift. Hauptaugenmerk liegt auf der Erkenntnis von Leonardo da Vinci, dass ein Baum fast immer so wächst, dass die Gesamtdicke seiner Zweige (in jedem Stadium des Wachstums) der Dicke des Stammes gleicht. Dadurch entsteht eine Schrift, welche ästhetisch komplett unabhängig von der Feder ist, trotzdem aber einen brauchbaren Kontrast und Rhythmus aufweist.

Das Ergebnis: ein variabler Schriftschnitt, um die konzeptuellen Gedanken zu betonen, und ein optisch ausgewogener Schriftschnitt für bestmögliche Lesbarkeit. Die Schriftfamilie heißt Baum. Das vierteilige Specimen Ode an den Baum beleuchtet das für die Schrift wichtige Konstruktionsprinzip der Bäume von allen Seiten. Die Schrift und das Specimen dienen als Ausgangsmaterial für eine Diskussion über die aktuelle Schriftgestaltungslandschaft – und zeigen einen neuen gestalterischen Ansatz in diesem etablierten Medium auf.

MALEREI /

DARSTELLUNG UND KOMPOSITION //
SKIZZEN — PAPIERARBEITEN — GEMÄLDE

Beginn mit Skizzen im Caritas Lager am Mittersteig. Übertragung dieser in die Malerei. Weiterentwicklung auf Leinwand. Präsentation im Reaktor. Inspiration waren Anhäufungen / Akkumulationen / Stapelungen von Lattenrosten.

INVENT_AR 01 /

DARSTELLUNG UND KOMPOSITION //
PUBLIKATION ZUR AUSSTELLUNG

Die Publikation ist kein Ausstellungskatalog in diesem Sinn. Sie erweitert die Ausstellung um einen zusätzlichen, eigenständigen Aspekt. Es werden Skizzen, Papierarbeiten und Gemälde gegenübergestellt und somit der neuartige Prozess des diesjährigen Malerei-Projekts dargestellt.

KATALOG + SCHUBER /

KÖRPER—DIFFERENZ—GESCHLECHT //
AUSSTELLUNG, DRUCKGRAFIK, LITERATURPROJEKT

In einem Schuber werden sowohl die reproduzierten Druckgrafiken, welche das Literaturthema interpretieren und die Originalgrafiken, als auch ein Katalog zu den Ausstellungsprojekten zusammengefasst. Wiederkehrendes Gestaltungsprinzip ist die Überlagerung der Namen der Meisterinnen mit der jeweiligen inhaltlichen Komponente (Zuordnung am Plan der Ausstellung, oder interpretierte Texte).

 — mit Philipp Wukovich, David Obradovic und Luzia Stempfer

GENDER-FONT — SCHRIFTGESTALTUNG UND VIDEO-INSTALLATION /

KÖRPER—DIFFERENZ—GESCHLECHT //
AUSSTELLUNGSPROJEKT

Die Heteronormatitvität ist passé. Mann und Frau gibt es nicht. Diese beiden Definitionen sind variabel, genau wie es Variable-Fonts sind.

Das Projekt thematisiert die Geschlechtlichkeit von Schrift und gibt gleichzeitig ein Statement für die Gleichberechtigung aller Geschlechter ab. Können Schriften männlich bzw. weiblich sein, wenn ja, wie sieht das aus ? Ziel war es, beide Extreme zu zeichnen. Es stellt sich heraus, dass männlich und weiblich nicht eindeutig zugeordnet werden kann, wenn man nur einen der beiden Schriftschnitte sieht. Die Geschlechtlichkeit entsteht erst im Kontrast. Und selbst dann werden den beiden Schnitten unterschiedliche Geschlechter zugewiesen.

Die Variable-Font kann zwischen Mann und Frau, Trans-Mann und Trans-Frau interpoliert werden. Dazwischen befinden sich die Instanzen Inter und Trans. Somit kann das gesamte Gender-Spektrum abgedeckt werden.

Die Ausstellung zeigt eine generierte Video-Installation, in der Schrift und Ton zu einer ›Ode an die Variabilität‹ kombiniert werden.

HAND IN HAND — FOTOGRAFIE /

KÖRPER—DIFFERENZ—GESCHLECHT //
AUSSTELLUNGSPROJEKT

Dieses Fotoprojekt thematisiert die stereotype Sichtweise der Menschen. Im Alltag wird oft über große, grobe Männerhände oder zierlich, zarte Hände von Frauen gesprochen. Unbedingt notwendig für Frauen ist vor allem die perfekte Pflege und Verzierung der Hände. Doch sind diese Differenzen tatsächlich optisch nachweisbar ?

Unter den selben Bedingungen, unter vollständiger Gleichstellung der Geschlechter-Symbole — fotografiert ohne dazugehörigen Körper, mit lackierten Nägeln — sind alle Hände und Füße gleich. Sie sind geschlechtslos.

Methaphorisch verweist dieses Projekt auf alle Vorurteile in Bezug auf die Gender-Thematik. Für die Allgemeinheit gibt es nichts außer Frau und Mann. In Wirklichkeit sind alle immer beides. Die Zuweisung der Geschlechter geht Hand in Hand mit dem eigenen Gedankenhorizont und kann nicht schwarz auf weiß definiert werden.

Die Ausstellung zeigt ein Plakat mit 36 Fotografien.

Es wurden sechs Personen in sechs Positionen abgebildet.

DRUCKGRAFIK /

KÖRPER—DIFFERENZ—GESCHLECHT //
LITERATURPROJEKT

Ausgangstext war der Text ›Dosenfleisch‹ von Ferdinand Schmalz. Dieser wurde mithilfe von Holz- und Linolschnitt, Körperteilen als Druckstock und Bleisatz interpretiert.

— mit Johanna Amann und Susanne Priller

DAS GELBE VOM EI /

MONTALK //
INTERAKTIVE PLAKATSERIE FÜR DIE VORTRAGSREIHE ›MONTALK‹ DER GRAPHISCHEN

Ziel dieses Projektes war es, eine Plakatserie für das ganze Schuljahr zu gestalten, welche ökologisch und effizient ist und dabei keine Abstriche bei der Ästhetik und dem Humor macht. Idee war jede Vortragende jeden Montalk erneut angemessen zu würdigen — als das ›Gelbe vom Ei‹. Das Ei mit Inhalt wurde dann als Trophäe, als Erinnerung an den Vortrag an der Graphischen, an die jeweiligen Vortragenden übergeben.

BURSCHIK WERMUT /

CORPORATE-DESIGN //
REDESIGN DER ETIKETTEN

Da die bestehende Gestaltung der Burschik-Wermut-Flasche nicht besonders ansprechend ist, wurde sie redesigned. Der neue Name lautet ›Wiener Mut‹. Und wofür man den Wiener Mut braucht, soll im Formular an der Flasche eingetragen werden.

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INFOGRAFIK //
ÜBERSICHT ÜBER DIE AUSBILDUNGSMÖGLICHKEITEN DER GRAPHISCHEN

Konzept dieser Infografik ist es, so klar und einfach wie möglich zu kommunizieren. Die Reduktion auf Hakerl, Strich und Strichzählung soll dieses Ziel erreichen.

MeisterInnen 2018/19