Wie demokratisch denkt Social Media?
Diese Arbeit zeigt Social Media als luftleeren, orientierungslosen Raum – laut, fragmentiert, emotional. Zehn eigens gestaltet und hergestellte Heliumballons aus Mylarfolie hängen auf Augenhöhe, an Nylonfäden befestigt, dicht im Raum verteilt. Jeder trägt einen Originalkommentar von österreichischen Accounts wie derStandard.at, ZIB (ORF), HEUTE oder oe24 – gesammelt zwischen Jänner bis April 2025, ausschließlich zu innenpolitischen Themen. Die scheinbar zusammenhanglosen Aussagen sind bewusst gewählt: Sie spiegeln nicht Dialog, sondern parallele Monologe – typische Symptome digitaler Echokammern. Es geht nicht um ganze Diskurse, sondern um Momentaufnahmen einer oft rohen, polarisierten Stimmungslage im Netz. Die Kommentare stehen stellvertretend für Frust, Misstrauen und das Gefühl politischer Ohnmacht – besonders im Kontext der Unsicherheit nach der Nationalratswahl 2025.