KOMM@ UND SEH@ — Werkschau der Meisterinnenschule — 10.–14. Juni, 10–18 Uhr — Künstlerhaus Wien Factory, Karlsplatz 5 —
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Ruben Hesse

Ich habe heute leider keinen Fact für dich.

Ich fange oft zu spät an. Aber ich höre nicht auf, bis es stimmt. Und dann wieder von vorne.

2025 – 2026
Meister*innenschule für Kommunikationsdesign (Graphische HBLA Wien)
2020 – 2025
Höhere für Grafik- und Kommunikationsdesign (Graphische HBLA Wien)
Ruben Hesse Ruben Hesse

Projekte

Wiener Festwochen Reels

Unter dem Leitmotiv „Rückschau und Blick nach vorne“ verschiebt die Reel-Serie den Fokus von der Bühne auf das Publikum. Close-Ups von Zuschauerinnen und Zuschauern aus den Jahren 1951 bis 2051 zeigen, wie sich Mode, Gestik und Stimmung verändern, während die unmittelbare Reaktion auf Kunst konstant bleibt. Die Reels verbinden historisches Archivmaterial, inszenierte Szenen und AI-gestützte Bildbearbeitung zu einer Timeline, in der analoge Körnung, zeittypische Farblooks und aktuelle Reels- und TikTok-Ästhetik ineinander übergehen. So entsteht ein visuelles Kontinuum, das die Wiener Festwochen als lebendigen Resonanzraum über Generationen positioniert. Mit Mai Vy Thanh

CCA VENUS AWARD Kampagne

Die Kampagne „How it feels“ für den CCA Venus Award 2026 stellt Schmerz, Überwindung und persönliche Hingabe ins Zentrum kreativer Arbeit. Unter dem Claim „KI WÜRDE NIE“ kontrastiert sie die glatte Oberfläche automatisierten Outputs mit einer rauen, körperlichen Bildsprache: verschwitzte Hände, zerknitterte Layouts, schlaflose Nächte. Keyvisuals, Social-Media-Assets, ein Bewegtbild-Trailer, Award-Show-Einladung sowie Merch- und Eventdesign greifen eine fragmentierte, fast dokumentarische Optik auf, in der Typografie wie Kommentare über den Bildern liegt. Die Kampagne ist ein Plädoyer für die Verletzlichkeit von Kreativen und ein Reminder, dass echte Qualität immer etwas kostet. Mit Julian Thurner und Jinwoo Choi

Mostviertel Reels

Für Mostviertel Tourismus entstanden drei Social-Media-Reels, gezielt auf eine junge Zielgruppe ausgerichtet. Bestehende virale Formate – Mogging, Cortisol-Barometer, Incoming Call – wurden auf die Region übertragen und mit On-Screen-Text, schnellen Schnitten und Meme-Sounds inszeniert. Die Kombination aus Gen-Z-Ästhetik und authentischem Regionalcharakter macht die Videos teilbar, ohne aufgesetzt zu wirken. Landpartie, Mostheuriger und Outdoor-Aktivitäten werden zu sharebaren Momenten verdichtet, die Mostviertel in den Feeds einer jungen Zielgruppe verankern und die Region als relevanten Freizeit-Spot zwischen Stadtflucht und Naherholung positionieren.

NEMESIS

Im Rahmen des Faches „A Soziale Medien“ untersucht „Nemesis“, wie Social-Media-Interfaces Aufmerksamkeit, Aggression und Zugehörigkeit zugleich erzeugen. Das Projekt kombiniert fiktionale Feeds, manipulierte UI-Fragmente und generierte Kommentarstränge zu einer spekulativen Plattform, in der vertraute Interaktionsmuster subtil verschoben werden. Durch Micro-Interactions, bewusste Glitches und gezielte Friktionen wird die sonst friktionslose Scroll-Bewegung unterbrochen und in eine reflektierte Erfahrung überführt. Begleitende Texte und Diagramme verknüpfen Interface-Details mit psychologischen und soziologischen Befunden und zeigen, dass Plattformlogiken Verhalten aktiv formen.

Play Sensation

„Play Sensation“ ist eine interaktive Echtzeit-Installation in TouchDesigner. Musik wird live analysiert und direkt in generative Visuals übersetzt; Frequenz, Rhythmus und Lautstärke steuern Bewegung, Form und Farbe. Ein Controller gibt Besucherinnen und Besuchern zusätzliche direkte Kontrolle über das Bild und macht sie zu Co-Performer:innen im visuellen System. So entsteht ein Set aus performativen Zuständen, das zwischen VJ-Performance, Installation und Instrument pendelt. „Wer spielt, gestaltet“ – und erlebt, wie sich Sound in Raum, Licht und Grafik übersetzt. Mit Jan Feichtinger – Musikproduzent